Nach ungeefähr 3 wochen habe ich mich endlich dazu entschlossen, meinen vorerst letzten Artikel auf diesem Blog zu schreiben. Mit dem Artikel will ich ein Fazit finden. Meine Meinung dazu äußern.
Ich habe echt lange gebraucht. Um wieder hier in Deutschland anzukommen. Vieles ist so geblieben wie immer. Einiges hat sich verändert. Aber man braucht immer 2,3 Tage, wenn man solange weg ist. Die letzte Woche wollte ich unbedingt zurück. Vieles hat mich einfach nur noch genervt. Zum beispiel die dreckigen straßen, wenn es welche gab. Überall arme Kinder und Alte Frauen und Männer. Also hauptsächlich das es so dreckig ist. Und meine Freunde haben mir gefehlt.
Aber der letzte Monat war auch sehr schön gewesen. Denn die Fußball-WM hatte angefangen. Und die wollten wir uns auch in Indien nicht entgehen lassen
. Zum glück hatten wir einen Beamer. Das heist Jonas hatte einen. Genau wie denn Sateliettenanschluss. Genial! So konnten wir bei uns zuhause jedes Spiel sehen. Jonas hat echt kein spiel verpasst! Und alles gut Organisiert. So das jeder genau wusste, wann er bei uns Zuhause sein muss
.
Zu beginn hatten wir noch lustige Fußballfans aus Darmstadt. Die 3 jungs hatten gerade ihren Zivildienst beendet. Und Wollten bis zum Wintersemester nach Indien. Wie ich =). Aber die waren nur auf Reiße. 4 Monate quer durch Indien. Von unten nach Oben. Mal sehen. Das hätte ich auch gerne gemacht. Aber alleine ? Jonas musste ja arbeiten. Und Stephan hat hier Praktikum gemacht. Genau wie ich auch. Immerhin waren wir einen ganzen Monat unterwegs. Einmal um Indien herum.
Zum Abschied haben wir eine Party gegeben. Viele neue Freunde aus Indien waren dabei gewesen. Und es wurde viel gegessen und getrunken. Natürlich haben wir bei uns auf dem Dach gefeiert.
Am wirklich vorletzten Tag haben alle deutschen nochmal zusammen mit uns Mittag gegessen. (Bild) Viele werde ich sicherlich in Berlin wiedersehen =). An dem besagten Tag bin ich mit Stephan nochmal durch Auroville gefahren. Um Fotos zu machen. Ich wollte die Architektur festhalten. Aber das war nicht so einfach. Wir sind dann mit der TVs herumgefahren. Stephan hat sogar eine Kobra gesehen. Und ich eine echte Annanas-pflanze mit Ananas!
Am Abend haben wir unsere Sachen gepackt. Dann war die ganze Wohnung unten leer gewesen. Schon komisch. Wir haben dann unsere Betten auf das Dach gestellt. Natürlich mit Moskitonetz. Es war gut das ich mir so ein großes gekauft habe. Es hat zwar 50 Euro gekostet. Aber das hat sich auch gelohnt. Die nacht war sehr angenehm gewesen. Und Sternenklar. Ich habe sogar eine Sternenschnuppe gesehen! Da lag ich dann. Mit meinem Mp3-player, meiner Musik. Und dann bin ich eingeschlafen.
Am Morgen unserer Abreise haben wir nochmal auf der la terrase gefrühstückt. Da haben wir auch nochmal Lukas getroffen. Tja und dann sind wir nach Hause. Haben nochmal im Dorf die Letzte Mahlzeit gegessen und anschließend auf unser Taxi gewartet. Da waren dann Jonas, Stephan (mit seinem ganzen Gepäck) und ich + Gepäck und Nasco. Nasco ist einer der Weltwärtser. Der hatte mir noch einen Brief mitgegeben. Das muss schon ein lustiger Anblick gewesen sein. (Foto von mir auf straße) Prombt waren auch viele kleine Kinder da. Die einfach nur da standen. Und uns angesehen haben. Wie Zoo-Tiere. Als mädchen muss man sich ständig so fühlen. Wie ein Superstar. Jeder will dann mit dir reden. Ein Foto. Und weis der Geier. Man muss schon darauf achten, was man anzieht. (Jedenfalls nicht schulterfrei.)
Unser Abflug verlief problemlos. Wir sind dann mit dem Taxi von Auroville losgefahren. Bis zum Flughafen in Chennai. Das Taxi haben wir uns mit 2 “Westlichen Mädchen” geteilt. Die in Auroville aufgewachsen sind. Dadurch haben wir eine Menge Geld gespart.
Der Verkehr in Chennai war echt dicht. Ein Fahrzeug lag Überschlagen und ausgebrannt am Wegesrand. Auf die leitblanke gelehnt. Und mir ist auf der Fahrt ein Schild mit der Aufschrift “Jeena” aufgefallen. Wie ein Ruf aus der Heimat. Abends war nicht viel los am Flughafen. Nur ziemlich kühl. Und ich hatte nur ein T-schirt und meine latschen. Alles andere war im Bauch des Metallvogels. Stefan hatte sich klugerweise feste Schuhe angezogen. Die Preise auf dem Flughafen sind echt überhöht. Allein für die Getränke. Und Burger. Viele Inder könnten sich das gar nicht leisten. Der Flug von Chennai nach Mumbai verlief problemlos. Natürlich wurden wir wieder gut kontrolliert. So das ein Schild für jedes Gepäckstück nicht fehlen durfte … ect. die sind da sehr genau. In Mumbai waren richtig viele hübsche Mädchen gewesen. Soviele hatte ich in denn gesamten 5 Monaten nicht gesehen. Nachts sind wir dann von Mumbai nach Frankfurt geflogen. Hm. Mein erster nachtflug. Einen Film hatte ich mir noch angschaut. Nachts sieht Mumbai von oben total klasse aus! Im Flieger war es dann ziemlich kühl. Auch wenn es Decken gab. Ein paar socken wären gut gewesen! Die Nacht hatte ich kaum geschlafen. Sodas ich denn Anflug in Frankfurt nicht verschlafen hatte. Essen im Flieger war ok gewesen. Das besteck war etwas umständlich. Unser Flieger ist dann weiter nach Chigacoo geflogen.
Und dann waren wir da. In Frankfurt! Aber wir mussten ziemlich lange auf das Gepäck warten. Und kam sogar bei der Gepäckausgabe eines anderen Fliegers Raus. Stephan hatte sie zum Glück zufällig entdeckt. Und dann sind wir raus. In denn Eingangsbereich. Zum Glück sind wir in der Hitzewelle nach Deutschland gekommen. Und 35°C waren schon sehr Indisch =). Ich habe als denn WInter gut überbrückt.Mit suchendem Blick. Wo ist Sebastian. Der hatte uns abgeholt. Erst haben wir ihn nicht gesehen. Er aber uns. Und so drehte ich mich um. Und meine Freude war rießengroß. Ich war wieder in Deutschland. Auf deutschem Boden. Ich hab noch vergessen zu erwähnen. Als wir in Mumbai halt gemacht haben. Da hatte ich noch die Wahl. Wasserstrahl oder klopapier. Ich hab mich für das erste entschieden. Als wir unser Gepäck hatten, musste stephan nochmal auf das Klo. In der Zeit hatte ich mich nach der Ortszeit erkundigt. Das war ein Komischer Moment gewesen. Im Kopf hatte ich mir die Frage schon auf englisch zurecht gelegt. Und gerade noch rechtzeitig bemerkt. Hey. Kein Englisch! Deutsch! Auch bei der Antwort, hatte ich eine englische erwartet. Und war total überrascht. Stimmt ja. Du bist in deutschland. Als ich das dem Typen erzählte, meinte der nur gelangweilt “…hm, ist halt so”.
Das beste war dann das Frühstück bei Sebastian. Salamie(!!!) mit Brot und Butter. Und alles im Fehrnsehen konnte ich verstehen. Eine Serie die es auch in Indien gab, allerdings auf englisch, hörte sich in der Deutschen Fassung richtig dämlich an. Das war mir vorher gar nicht so bewusst. Jetzt gucke ich die Serie nur noch auf englisch. Im Internet. Das indische Fehrnsehen, ist ein bischen wie das deutsche. Nur viel mehr Soaps. Mit guter und Schlechter Werbung. Ich werde den Film-kanal vermissen. Auf dem den ganzen Tag nur Filme liefen. Natürlich auf englisch. Meistens sogar mit Untertitel. Aber die wiederholen auch ziemlich viel Filme.
Auf jedenfall habe ich in Frankfurt nur schöne mädchen gesehen! Das war so ungewohnt. Man sieht soviel “Nacktes Fleisch”. Wie muss das als Inder sein!
Da Sebastian eine Vorlesungen hatte, sind wir ihm in die Uni gefolgt. Wir 2 sind da gar nicht aufgefallen. Ziemlich viele Studenten sind mittendrinn einfach rausgegangen. Das war schon komisch. Rießengroßer hörsaal. Ein kleiner Professor. Und viele viele Studenten. Mathe war übrigens das Thema gewesen.
Nachmittags sind wir dann mit einer Mitfahrgelgenheit nach Jena gefahren. Eine Frau die in Jena vor 7jahren Medien Studiert hat. Der Studiengang wurde damals ganz neu angeboten.
Am Klinikum wurden wir abgesetzt. Ich, Stephan und Sebastian. 13Euro. Das ist ok.
Von dort haben uns 2 Freunde mit ihrem Auto abgeholt. Die ich erst angerufen hatte. um zu wissen was am Abend in Jena so los ist. Mein vater war gerade in Jena. und so hat der mich dann in der Stadt aufgegabelt und zu mir nach haus gefahren. Das hatte also alles wunderbar geklappt. Dann habe ich mit meinen beiden Elten, in dem Haus meiner Mutter abendbrot gegessen. Allerei stand da rum. Wurst und Käse! Und richtige Brötchen!! Das war toll. Ich wusste gar nicht, was ich alles essen und erzählen sollte. Abends habe ich mich dann noch mit Julia getroffen. Das mädchen, was ich vor meine Abreise kennenggelernt hatte. Die ganze Zeit waren wir zusammen. Die Beziehung hatte auch gehalten. 5 Monate. Aber es ist nicht empfehlenswert. Dafür waren wir nicht lange genug zusammen gewesen. Das treffen, naja es war wie immer. Für mich jedenfalls. 3-4Tage später waren wir auch nicht mehr zusammen. Dafür habe ich ordentlich Party gemacht! Ich war echt 3Tage hintereinander bis mindestens 3Uhr nachts weg gewesen. Meine Mutter ist da zum Glück sehr kolant. Viele freunde habe ich in der Zeit gesehen. Einige haben mich auch gar nicht mehr gegrüsst. Du wirst nach so einer langen Zeit sehen. Wer ist ein guter Freund. Viel zu erzählen hatte sie alle nicht. Der eine hatte eine neue Freundin oder job bekommen oder aber verloren. Jena sah so aus wie immer. Aufgefallen war mir die “leere” der Stadt. Deutlich weniger Menschen als in Indien. Im Auto meines Vaters hatte ich mich versehentlich nicht angeschnallt. Erst nachdem er mir es gesagt hatte. Das hab ich in Indien nie gemacht. Und was war mit dem Scharfen essen? Vorher konnte ich keinen Scharfen Dönner essen. Jetzt es ich das nur noch! Und merke auch. Die schärfe, Gewürze sind echt an deutschland angepasst. Das Essen aus Indien werde ich vermissen. Genau wie das mit den Fingern zu essen.
Was unangenehmes ist mir auch aufgefallen. Mein Poobereich. In Indien habe ich ja 5 Monate kein Klopapier benutzt. Das habe ich hier gemerkt. AUTSCH. Meine Mutter hatte ich schon vorgewarnt. Und extraweiches kaufen lassen. Aber naja. Wenn ich längere strecken gelaufen bin … einfach nur ätzend. Mir tat sowas von mein Arsch weh! Mitlerweile geht es. Aber ernsthaft. Das ist unangenehm.
Auch aufgefallen war mir die Ruhe am Morgen! In meinem Indischen Dorf. Lebte alles ab 5:30. … genau wie Mooschee nebenan. In Jena lebte ich dann ein bisschen vor mich hin. Lernte nette neue Menschen kennen.
Blöd war, das ich kaum was zum anziehen hatte! Mein Kurze Hose war total fertig. So das ich mir ersteinmal eine neue gekauft hatte. Ich hatte auch nix da. Alles ist in Berlin. Und wäsche habe ich erstmal waschen lassen. Viel Fernsehen geguckt. Ich hab diesen Sommer auch nicht soviel geschwitz wie sonst immer. Manchmal war es mir echt zu kühl. Jetzt ist aber wieder alles beim alten. Mein Bräune geht auch schon trotz Sonne zurück. Ich hatte eine gute bräune. Im vergleich zu denn anderen hier
. Aber ab denn schenkeln sieht man das ende meiner kurzen Hose
. Unterschied ist echt gewaltig.
Auch toll ist. Das ich das Leitungswasser trinken kann! Ich habe immer Internet.
Jetzt bin ich in Berlin. Habe mein Zimmer wieder. In dem Cosima, als untermieterin für mich gewohnt hatte. Mein Zuhause. Hier hatte ich echt diesen “Ich bin Zuhause” gedanken. Davor hatte ich immer noch diesen ..”hey ich bin wieder in deutschland- gedanken inm Kopf” und alles ist hier anders.
Aber mit Geld bin ich ganz schön knapp. Jetzt will ich noch bist Oktober arbeiten. Dann geht beginnt hoffentlich mein Studium. Georg und Anna werden in meine Wohnung einziehen. Für meine beiden jetzigen mitbewohner. Alles wird nochmal ganz anders. 2 gute Freunde aus Jena studieren auch hier. Also ein kleiner Freundeskreis ist da. Vorher war ich hier ehr alleine gewesen. Auch wenn ein großteil meiner Familie hier wohnt. Mir fehlten die Freunde. Jetzt warten neue Abenteuer auf mich! Die latschen, die ich die ganze Zeit anhatte, habe ich immer noch. Das ist ein gutes Foto. oder?
Traut euch. Und geht hinaus in die Welt. Reist. Es verändert euch! Diese Erfahrungen kann euch keiner nehmen! Aber am besten auf eignes Faust. Work and Travel. Ich werde es wieder tun! Ihr auch! nutz die Zeit, wenn ihr sie habt. Es ist euer Leben.
Wenzel …/









Lieber Wenzel,
aber ich hab schon drauf gelauert)
vielen Dank für Deinen schönen Bericht (naja, du hast ihn ja nicht für mich geschrieben
Es ist schon interessant, wie du deine Eindrücke in der ersten Zeit in Deutschland beschreibst. Ich bin natürlich jetzt ganz gespannt und zähle die Tage bis Jonas wieder hier ist, mal sehen, welche Erfahrungen ers so in der ersten Zeit macht. Jedenfalls wünsch ich dir eine tolle Zeit in Berlin und hoffe, dass alles mit dem Studium so klappt, wie du es dir vorstellst.
Viele Grüsse von der Jonas Mutter
Von: Jonas-Mutter am August 2, 2010
um 1:05 pm
Das ist lieb! Danke =)
Ich hoffe auch das Jonas gesund und munter zurück kommt
. Der könnte auch mal wieder einen neuen Artikel schreiben (:
Von: wenzel am August 2, 2010
um 6:51 pm